Girokonten werden aufgrund von Gebührenanpassungen immer teurer

Viele Menschen nehmen an, dass sich die Banken über die niedrigen Marktzinsen freuen. Allerdings trifft dies nur teilweise zu, denn längst nicht jedes Institut verdient aufgrund der gegenwärtigen Zinsentwicklung gutes Geld. Dies gilt ganz besonders für die kleineren Banken, die ihr Geld vor allem im Privatkundengeschäft erwirtschaften.

Aufgrund der Niedrigzinsen sind die Margen im Zahlungsverkehr und insbesondere im klassischen Geschäft mit den Girokonten drastisch zurückgegangen. Zwar bemängeln einige Leute die immer noch verhältnismäßig hohen Dispozinsen. Dennoch verdienen die Banken nicht so, wie sie es in früheren Zeiten gewöhnt waren.

Diese Entwicklung hat dazu geführt, dass mehr und mehr Geldinstitute an der Gebührenschraube drehen. Anders gesagt: Entweder sie führen Kontogebühren ein oder sie erhöhen die Gebühren. In den vergangenen Jahren haben sich schon viele Bankkunden beschwert, weil sie persönlich betroffen sind. Das kostenlose Girokonto wird immer seltener und ist mittlerweile fast nur noch bei Direktbanken erhältlich.

Hohe Kontogebühren gelten im Ausland als normal

Auf der anderen Seite dürfen Bankkunden aus Deutschland und Österreich nicht allzu laut klagen. In vielen ihrer Nachbarländer ist die Situation eine vollkommen andere, d.h. die Banken erheben dort höhere Gebühren. Ein sehr gutes Beispiel ist Frankreich, wo Bankkunden pro Jahr im Durchschnitt mehr als 70 Euro an Kontoführungsgebühren bezahlen. Relativ ähnlich verhält es sich auch in die Niederlanden.

Selbst in den skandinavischen Ländern, die für ihre sozialen Marktbedingungen bekannt sind, liegen die durchschnittlichen Bankgebühren ein ganzes Stück höher. In Deutschland entrichten Kontoinhaber rund 25 Euro pro Jahr – in Schweden sind es gut 10 Euro mehr.

In Großbritannien ist die Situation ähnlich. Die britischen Geldinstitute sind für ihre offene Sicht der Märkte bekannt, weshalb sie es umso mehr lieben, Gebühren zu erheben. Allerdings treiben es dort einige Banken auf die Spitze. Es gibt Institute, die die Höhe der Kontoführungsgebühren vom Kontostand abhängig machen. Das Skurrile dabei: Wer mehr besitzt, zahlt weniger.

Gebührenmodelle prüfen und Konten vergleichen

Leider gibt es viel zu viele Menschen, die sich mit dieser Situation abfinden und die Gebühren einfach bezahlen. Streng genommen ist dies sehr schade, weil sie dadurch eine Menge Geld verschenken. Immerhin geht es um Gebühren, die bei vielen Konten monatlich abgerechnet werden. Selbst kleine Differenzen können auf lange Sicht viel ausmachen und letztlich zu enormen Zusatzkosten führen.

Verbraucher sollten in Anbetracht dieser Situation nicht tatenlos zusehen. Besser ist es, sich am Markt umzusehen und die Kontomodelle einzelner Banken zu vergleichen. Es muss nicht sein,d ass jeden Monat 10 bis 20 Euro an Gebühren bezahlt werden. Auf das Jahr gerechnet ist das einfach zu viel Geld. Wer clever ist und das richtige Girokonto wählt, spart bares Geld.

Kontowechsel kann lästig sein, lohnt sich aber

Es ist gut möglich, dass einige Kontoinhaber nun einräumen, dass sie wegen des Aufwands nicht wechseln möchten. Schließlich könnte ein Kontowechsel zur Folge haben, dass etliche Bankeinzüge angepasst werden müssen.

Allerdings ist der Aufwand, der mit einer Anpassung in Verbindung steht, gar nicht so groß. Wer ein wenig Zeit investiert, hat die erforderlichen Änderungen schnell vorgenommen und spart dafür auf lange Sicht sehr viel Geld.

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